Kunstsammlung von Henkel im K20

Seit vielen Jahrzehnten sammelt Gabriele Henkel Kunst aus der ganzen Welt. Bislang konnten nur Mitarbeiter_innen und Besucher_innen der Unternehmenszentrale einen Blick auf diese Werke werfen. Zum ersten Mal werden sie jetzt im K20 einer breiten Öffentlichkeit präsentiert.

Bild: Kunstausstellung Henkel im K20
Bild: Gemälde und Teppiche aus der Henkel-Kunstsammlung

Die Ausstellung im K20 gibt erstmals einen Einblick in die von der Düsseldorfer Mäzenin und Sammlerin Gabriele Henkel über Jahrzehnte zusammengetragene Kunstsammlung. Im Fokus der vom 8. April bis zum 14. August 2016 am Grabbeplatz zu sehenden Präsentation steht abstrakte Malerei. Ausgewählt hat Gabriele Henkel hierfür Gemälde von Robert Delaunay, Amédée Ozenfant, Ellsworth Kelly, Mary Heilmann oder Frank Stella ebenso wie Werke von Gerhard Richter, Konrad Klapheck oder Imi Knoebel. Die Kunstwerke stehen im spannungsvollen Dialog mit der faszinierenden, oft abstrakten Ornamentik außereuropäischer Textilien.

 

Bild: Marion Ackermann
Marion Ackermann, Direktorin der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, vor einem Kunstwerk von Frank Stella (Grodno Nr. 26, 1973)

„Unsere Ausstellung würdigt die Einzigartigkeit der Unternehmenssammlung Henkel, ist darüber hinaus aber auch als eine ausdrückliche Hommage an Gabriele Henkel zu verstehen. Ihre Internationalität, ihre große Begabung für das Schreiben und ihr unbestechlicher Blick für die Kunst beeindrucken zutiefst“, erläutert die Direktorin der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Marion Ackermann. Bei der Pressekonferenz am 7. April im K20 ließ die Kunstchefin durchblicken, dass sie so manche Werke und Künstler_innen aus der Henkel-Sammlung im eigenen Haus vermisst.

 

Bild: Ausstellung Henkel im K20
Kunstwerke aus der Henkel-Sammlung: Horst Münch "Der große Blonde" (2015) und Donald Sultan "Rain, July 8, 1982" (1982)

Die von Gabriele Henkel selbst kuratierte Ausstellung stellt in einer großzügigen räumlichen Offenheit mit rund 40 Werken die Höhepunkte der Sammlung vor. Das alles verbindende Leitmotiv ist dabei die Abstraktion in Verbindung mit dem Ornamentalen. Neben den Werken von Günther Uecker, Heinz Mack, Ulrich Erben und Horst Münch sind auch Arbeiten der in Deutschland weniger bekannten Künstler wie Jack Bush, Jef Verheyen, Mary Heilmann, Donald Sultan, Larry Poons und Friedel Dzubas zu sehen. Das Werk ihres langjährigen Freundes Frank Stella hat innerhalb der Sammlung Gabriele Henkels eine herausgehobene Stellung.

 

Bild: Werke aus der Henkel-Sammlung
Kunstwerke aus der Henkel-Sammlung: Frank Stella "Bene come il sale" (1987) und Friedel Dzubas "Mariner Lost" (1976)

Der amerikanische Künstler gab der Kunstsammlerin einst auch den Anstoß für den Erwerb von Textilkunstwerken wie asiatischen Ornament-Teppichen. Die gezeigte Zusammenstellung im K20 ist überaus sehenswert und spannend.

 

Henkel – Die Kunstsammlung

Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen

Düsseldorf, K20 Grabbeplatz

08. April bis 14. August 2016

www.kunstsammlung.de

 

Text und Fotos: Oliver Erdmann | Quelle: Kunstsammlung NRW