Interessante Kunst-Experimente

Das Ergebnis eines Experiments ist jetzt im Museum Kunstpalast zu sehen. Werke von Studierenden an der Kunstakademie Düsseldorf sind neben historischen Radierungen Rembrandts zu sehen. „Das Rembrandt-Experiment“ ist eine von vier neuen interessanten Ausstellungen in Düsseldorf.

Bild: Kunstwerk von Denise Werth

Denise Werth: Baum im Gebirge (2018) | Ausstellung "Das Rembrandt-Experiment" im Museum Kunstpalast


Das Rembrandt-Experiment
9. März bis 24. Juni 2018
Museum Kunstpalast, Ehrenhof 4-5, 40479 Düsseldorf (Sammlungs-Trakt)

 

Zu Beginn des „Experiments“ stand die Einladung an die Studierenden der Kunstakademie Düsseldorf, sich mit 100 ausgewählten Radierungen Rembrandt van Rijns (1606–1669) auseinanderzusetzen und zu eigener künstlerischer Arbeit inspirieren zu lassen. Insgesamt nahmen 48 Studierende aus unterschiedlichen Klassen der Kunstakademie Düsseldorf die Herausforderung an und bewarben sich mit ihren von Rembrandt beeinflussten Werken für die gemeinsame Ausstellung mit dem niederländischen Altmeister. Eine fünfköpfige Jury hat die Arbeiten von sechs Studierenden für die Ausstellung ausgewählt. Nils-Simon Fischer (*1990), Takeshi Kitajima (*1984), Lisa Klinger (*1988), Lukas Köver (*1988), Paul Schwaderer (*1984) und Denise Werth (*1988) stellen ihre Arbeiten in den epochen- und gattungsübergreifenden Dialog mit Rembrandts Kunst.

 

Bild: Blick in die Rembrandt-Ausstellung
Rechts: Radierung von William Unger von 1906 nach einem Selbstbildnis Rembrandts
Bild: Männliches Aktmodell
Radierung von Rembrandt van Rijns: Männliches Aktmodell, vor einem Vorhang sitzend (1646)

Bild: Besucher_innen in der Rembrandt-Ausstellung
Die Werke von Düsseldorfer Kunststudierenden (hier: "Musen" von Lisa Klinger) neben Rembrandt-Werken
Bild: Neue Werke neben Rembrandt-Werken
Das Werk "Baum im Gebirge" von Denise Werth im Zusammenspiel mit Rembrandts Radierungen

Bild: Kunstwerke von Lukas Köver
Lukas Köver hat Drucke von auf Handy-Displays geritzten Porträts angefertigt.
Bild: Kunst von Paul Schwaderer
Paul Schwaderer beschäftigt sich mit Hand-Details aus einem Rembrandt-Hauptwerk, dem Hundertguldenblatt


Welcome to the Jungle
3. März bis 21. Mai 2018
Kunsthalle Düsseldorf, Grabbeplatz 4, 40213 Düsseldorf

 

Unter dem Titel „Welcome to the Jungle“ versammelt die Kunsthalle Düsseldorf eine Auswahl internationaler Werke, die kritisch, reflektiert und oft mit Humor, aber ohne moralischen Fingerzeig auf jene Zustände und Paradoxien verweisen, in die wir uns verstricken, während wir versuchen, das Richtige zu tun. Gezeigt werden Videoinstallationen, Performances, raumgreifende Inszenierungen und ortsspezifische Arbeiten von internationalen Künstler*innen einer jüngeren Generation: Jonathas de Andrade, Kristina Buch, Oto Hudec, Laura Lima, Cinthia Marcelle, Mario Pfeifer, Liu Shiyuan, Kota Takeuchi, Alvaro Urbano.

 

Bild: Video von Kristina Buch
Kristina Buch: One of the things that baffles me about you is that you remain unmurdered (2012-2016)
Bild: Installation von Laura Lima
Laura Lima: Fumoir (2009) | In der Installation werden unentwegt Zigaretten gedreht.

Bild: Video von Mario Pfeifer
Besucher vor Mario Pfeifers Video "Corpo Fechado, Brasilien, Deutschland, USA" (2018)

Kasia Fudakowski: Boiling Frogs
3. März bis 22. April 2018
Kunstverein Düsseldorf in der Kunsthalle Düsseldorf, Grabbeplatz 4, 40213 Düsseldorf
Im Obergeschoss der Kunsthalle zeigt der Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen Düsseldorf eine Einzelausstellung von Kasia Fudakowski. „Boiling Frogs“ thematisiert die komödiantischen Potenziale und die tragischen Beschränkungen, die mit Anpassungsmechanismen in Verbindung stehen.

 

Bild: Paravent-Skulptur von Kadia Fudakowski
Kadia Fudakowski: Continuouslessness (seit 2017)
Bild: Kadia Fudakowski und Eva Birkenstock
Kadia Fudakowski und Kunstvereins-Direktorin Eva Birkenstock


Meeting the Universe Halfway
3. März bis 3. Juni 2018
KIT – Kunst im Tunnel, Mannesmannufer 1b, 40213 Düsseldorf

 

Der Ausstellungstitel, Meeting the Universe Halfway, stammt aus einem Buch, das die Physikerin Karen Barad 2007 publizierte. Die Einladung ins Unbekannte haben die Künstler_innen der Ausstellung mit ihren Werken angenommen. Alle gezeigten Kunstwerke bergen ein Paradox: Die Rolle der Menschen scheint darin begrenzt zu sein – oder besser gesagt, es liegt kein großer Schwerpunkt auf Individualität oder auf einem subjektiven Blick. Künstler_innen: Yeşim Akdeniz, François Dey, Jen Liu, Kubilay Mert Ural, Ceel Mogami de Haas, Christoph Westermeier, Müge Yilmaz.

 

Bild: Kunst von Müge Yilmaz
Müge Yilmaz: The Walls (2014)
Bild: Kunst von Yesim Akdeniz
Yesim Akdeniz: Submission (2018)

Bild: Kunstwerk von Kubilay Mert Ural
Kubilay Mert Ural: O.T. (2017)
Bild: Kunst von Kubilay Mert Ural
Kubilay Mert Ural: O.T. (2017)

Bild: Video von Jen Liu
Jen Liu: Pink Slime Caesar Shift (2017)
Bild: Ceel Mogami de Haas vor seinem Kunstwerk
Ceel Mogami de Haas vor seinem Video-Kunstwerk "The Hollow Pens" (2017)


Text-Collage: Oliver Erdmann | Fotos: dq/OE