Ab ins Museum

Während des Corona-Lockdowns hatte Museen und Ausstellungen wochenlang geschlossen. Seit vergangener Woche sind die Türen verschiedener Kunsthäuser in Düsseldorf wieder geöffnet. Ein Highlight für Kunstliebhaber*innen sind zurzeit zwei Ausstellungen im Kunstpalast.

Bild: Kunstwerk von Caspar David Friedrich
Caspar David Friedrich: Frau vor der auf- oder untergehenden Sonne, um 1818 // Foto: Oliver Erdmann

Der Kunstpalast hat die Ausstellung „Caspar David Friedrich und die Düsseldorfer Romantiker“, die seit dem 15. Oktober 2020 gezeigt wird, erneut verlängern können. Bis zum 24. Mai 2021 ist die vielbeachtete Schau nun noch zu erleben.

Caspar David Friedrich (1774–1840) gilt heute als einer der bedeutendsten Maler des 19. Jahrhunderts und als wichtigster Vertreter der deutschen Romantik. Die rund 130 Werke umfassende Ausstellung widmet sich dem Verhältnis von Caspar David Friedrich und den Düsseldorfer Romantikern, das sowohl von Kritik als auch von Anerkennung und Wesensverwandtschaft geprägt ist. Präsentiert wird der aufkommende Geschmackswandel von der Frühromantik bis zu den Anfängen des Realismus. Erstmals tritt die sächsische Landschaftsmalerei in einen Dialog mit den Arbeiten ihrer Düsseldorfer Kollegen.

 

Bild: Caspar David Friedrich. Das Riesengebirge
Caspar David Friedrich: Das Riesengebirge (vor Sonnenaufgang), um 1830-1834 // Foto: Oliver Erdmann

Etwa 60 Werke Caspar David Friedrichs werden gemeinsam mit den Arbeiten seiner Dresdener Malerfreunde wie Carl Gustav Carus (1789–1869), Ludwig Richter (1803–1884) und Ernst Ferdinand Oehme (1797–1855) der Malerei der Düsseldorfer Andreas (1815–1910) und Oswald Achenbach (1827–1905), Carl Friedrich Lessing (1808–1880), Johann Wilhelm Schirmer (1807–1863) und weiteren gegenübergestellt. In acht Kapiteln, von Atelierszenen bis hin zu den vielfältigen Landschaftsthemen, nähert sich die Ausstellung den Fragen, wie es zur Ablöse der Dresdener Romantik durch die Düsseldorfer Malerei kam und welche gesellschaftlichen Ursachen diesem Geschmackswandel zugrunde lagen.

 

Bild: Das Wetterhorn von Johann Wilhelm Schirmer
Johann Wilhelm Schirmer: Das Wetterhorn, 1838 // Foto: Oliver Erdmann

Caspar David Friedrich und die Düsseldorfer Romantiker
noch bis zum 24. Mai 2021
Kunstpalast, Düsseldorf
www.kunstpalast.de/cdf

 


Bild: Rondo von Heinz Mack
Heinz Mack. Rondo, 1963/1964 // Foto: Oliver Erdmann

Eine weitere Ausstellung im Kunstpalast, die noch bis zum 30. Mai 2021 zu sehen ist, widmet sich anlässlich des 90. Geburtstags von Heinz Mack vorwiegend dem Frühwerk des Künstlers aus den 1950er bis 1970er Jahren.

 

„Heinz Mack war zu Beginn der 1960er Jahre ein bedeutender Wegbereiter für ein neues Kunstverständnis“, sagt Felix Krämer, Generaldirektor Kunstpalast. „In Düsseldorf gründete er mit Otto Piene 1958 ZERO, eine künstlerische Bewegung mit internationalem Widerhall. Aus der Sammlung des Kunstpalastes wie auch von den öffentlichen Plätzen der Stadt ist seine Kunst nicht wegzudenken“, so Krämer weiter.

 

Bild: Heinz Mack. Sahara-Relief
Vorne: Heinz Mack. Sahara-Relief, 2011. Hinten: Heinz Mack mit Silberfahne im Grand Erg Oriental, südlich der Oase Timimoun/ Algerien, 1976 // Foto: Oliver Erdmann

Die Werkauswahl von etwa 100 teils raumgreifenden Arbeiten fokussiert zentrale Stationen des Werdegangs von Heinz Mack, wie das Studium an der Düsseldorfer Kunstakademie, die ZERO-Zeit, Aufenthalte in Afrika und den USA bis hin zu seinen lichtkünstlerischen Environments und seinen Großprojekten in freier Natur. Neben Gemälden, Skulpturen und lichtkinetischen Installationen präsentiert die Ausstellung Fotografien, Bühnenbilder und Architekturvorhaben sowie Werke und Dokumentationen seiner Land-Art-Projekte und einen Film.

 

Bild: Heinz Mack. Entwurf für eine Lichtpyramide
Heinz Mack. Entwurf für eine Lichtpyramide, 1964 // Foto: Oliver Erdmann

Heinz Mack
noch bis zum 30. Mai 2021
Kunstpalast, Düsseldorf

www.kunstpalast.de/mack

 

Text: red./Oliver Erdmann | Quelle: Kunstpalast