Schwuler Sex in Coronazeiten

Im Oktober ist die 17. Ausgabe des erotischen Jahrbuchs „Mein schwules Auge“ erschienen. Mitten in der Corona-Pandemie beschäftigen sich die Herausgeber Rinaldo Hopf und Fedya Ili sowie über 100 schwule Künstler und Autoren mit Fragen rund um das Thema Körper.

Bild: Kunstwerk von Patrick Mettraux
Foto: My Gay Eye / Patrick Mettraux

„Es ist eine Tatsache, dass körperliche und soziale Begegnungen seit diesem Jahr ein Problem darstellen. Und zwar auf eine Art, wie wir das bisher nicht kannten“, schreiben Rinaldo Hopf und Fedya Ili bezugnehmend auf Corona. „Das hat uns als Herausgeber eines erotischen schwulen Jahrbuchs dazu bewogen, den Körper selbst in das Zentrum dieser Ausgabe zu stellen.“


Dabei geht es um Body Issues, Angelegenheiten, Freuden und Probleme des Körpers und mit dem Körper – aber nicht nur um Gefährdung und Krankheit, sondern vielmehr um Versuche, mit dieser schwierigen Situation kreativ und eben auch lustvoll umzugehen.

 

Bild: Kunstwerk von Manuel Ortega
Foto: My Gay Eye / Manuel Ortega

„Mein schwules Auge“ ist wieder einmal nichts für zarte Gemüter. Die abgebildeten Fotos, Kunstwerke und Collagen sind allesamt supersexuell. Auf 400 Seiten geht es um Themen wie body positive / body shaming – schwuler Sex heute in Zeiten von Prep und Corona – Gesundheit – Tantra – Bondage – SM – Piercings und Toys – jung & alt – Erinnerungen an das unkomplizierte und direkte Cruising auf der Klappe und im Park – Sex übers Internet – Sexparties – White Trash – Rassismus…


Neben kunstvollen Bildbeiträgen enthält das Werk zahlreiche, meist zweisprachige Essays (Deutsch/Englisch). Für Freunde intellektueller Erotik.

 

Bild: Buchcover "My Gay Eye"

Mein schwules Auge / My Gay Eye # 17 Body Issues
Herausgeber: Rinaldo Hopf & Fedya Ili
400 Seiten
Konkursbuch Verlag
ISBN 978-3-88769-946-8
24 Euro

 

Text: Oliver Erdmann | Bildmaterial: Konkursbuch Verlag