Der Verein Queere Geschichte(n) Düsseldorf e.V. erinnert im Januar an die Verfolgung queerer Menschen im Nationalsozialismus. Mit einem Stolperstein-Spaziergang am 26. Januar und einem Film-Special im Bambi-Kino am 27. Januar.

Am Montag, 26. Januar 2026, findet ein Stolperstein-Spaziergang statt. Treffpunkt ist um 17.30 Uhr am LSBTIQ+ Erinnerungsort Düsseldorf. Gemeinsam mit Astrid Hirsch-von Borries (Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf) besuchen und pflegen die Teilnehmenden zwei Stolpersteine für queere Opfer. Vor Ort soll der Opfer gedacht werden: Bernhard Esch (Neusser Straße 37) und Joseph Völker (Merowinger Straße 31). Interessierte sind herzlich willkommen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Stolperstein-Spaziergang
Montag, 26. Januar 2026 | 17.30 Uhr
Treffpunkt: Denkmal auf der Apollowiese, Mannesmannufer 1, 40213 Düsseldorf

Am Montag, 27. Januar 2026, zeigt das Bambi Filmstudio anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktags und in Kooperation mit Queere Geschichte(n) Düsseldorf e.V. den Film "Klänge des Verschweigens – Ein detektivischer Musikfilm". In seinem 2012 entstandenen Dokumentarfilm begibt sich der Regisseur Klaus Stanjek auf eine Spurensuche in die eigene Familiengeschichte. Er erfuhr erst spät über seinen Onkel – einen fröhlichen Unterhaltungsmusiker, der über fünf Jahrzehnte lang in ganz Deutschland auftrat –, dass dieser schwul war und wegen seiner sexuellen Orientierung acht Jahre in Konzentrationslagern verbracht hatte. Stanjek fragt sich: Wieso hatte er überlebt? Und warum war ihm das so lange verheimlicht worden?
Klänge des Verschweigens
Ein detektivischer Musikfilm
von Klaus Stanjek | DE 2012 | 89 Min.
Dienstag, 27. Januar 2026 | 19.00 Uhr
Bambi Filmstudio, Klosterstr. 78, 40211 Düsseldorf
Tickets: 13 Euro (mit Gilde-Pass 11 Euro) | Infos und Tickets: filmkunstkinos.de
Filmgespräch
Im Anschluss an den Film lädt Queere Geschichte(n) Düsseldorf e.V. zum Talk ein.
Der Landtagsabgeordnete Arndt Klocke im Gespräch mit dem Filmemacher Klaus Stanjek.

Text: Oliver Erdmann
