DüsselQueers-App gestartet

Der Verein „International LGBTQ+ Düsseldorf e.V.“ versteht sich als Netzwerk für queere Menschen aus unterschiedlichsten Herkunftsländern. Über die neue DüsselQueers-App gibt es jetzt aktuelle Veranstaltungshinweise und wichtige Infos für die Zielgruppe.

Junger Mann mit schwarzen Haaren und Bart, der ein aufgeknöpftes Hemd trägt, lächelt und zeigt sein Smartphone mit der DüsselQueers-App in die Kamera. Dahinter sind Café-Tische, eine Hauswand und Fenster zu sehen.
Shameel Faraz kümmert sich seit einiger Zeit um die Website des Vereins und hat die DüsselQueers-App entwickelt. // Foto: Oliver Erdmann

Shameel Faraz lebt seit 2021 in Düsseldorf. Vor einigen Jahren hat er seine Heimat Pakistan verlassen, auch wegen der dort herrschenden Homophobie. Er fand zunächst einen Job in Portugal, bevor er 2019 in Rostock sein Informatikstudium begann. Nach Düsseldorf kam Shameel vor gut drei Jahren, um bei einem Großhandelsunternehmen zu arbeiten. Der heute 36-Jährige wurde schnell auf die DüsselQueers aufmerksam, wie sich die Mitglieder von International LGBTQ+ Düsseldorf e.V. selbst nennen. In dem Kreis fand er schnell neue Freund*innen, und er engagiert sich seither aktiv im Vereinsleben. Shameel organisiert Events, lädt zu Spieleabenden ein und betreut die Website.

 

Als der Vereinsvorsitzende Juan José de Blas meinte, es wäre doch schön, für die Gruppe der internationalen Queers in Düsseldorf eine App fürs Smartphone zu haben, fand er in Shameel den richtigen Ansprechpartner. Der Informatiker nahm sich der Sache an und entwickelte eine App, die nicht nur über anstehende Events informiert, sondern auch ein interaktives Tool für das Vereinsleben sein soll. Es gibt einen FAQ-Bereich mit wichtigen Tipps für queere Menschen in der Landeshauptstadt und die Möglichkeit, schnell und einfach Kontakt aufzunehmen. „Das hilft queeren Menschen mit ausländischen Wurzeln bei der Integration“, sagt Shameel.

 

Die DüsselQueers-App ist kostenlos erhältlich für Android-Smartphones, seit Kurzem aber auch fürs iPhone. Weite Teile der App stehen kostenfrei zur Verfügung. Demnächst soll es aber auch eine kostenpflichtige Mitgliedschaft geben, mit der noch mehr Bereiche der App nutzbar werden. So werden etwa im Benefit-Bereich spezielle Angebote von Unternehmen wie Fitnessstudios zu finden sein. Besonders wichtig ist Shameel aber, dass die App für mehr Interaktion zwischen den Mitgliedern sorgen kann und mehr Leute von den vielfältigen Veranstaltungen und Gruppenangeboten für queere Menschen in Düsseldorf erfahren.

 

Link zu den App-Stores: lgbtqduss.com/#get-the-app

 

Text: Oliver Erdmann