Mehr Sichtbarkeit für FLINTA*

Der Düssel-Cup setzt in diesem Jahr ein bewusstes Zeichen für mehr Sichtbarkeit für FLINTA*-Personen – unter Federführung des Vereins Weiberkram e.V. Auch bei der Party im ZAKK am 28. März legen überwiegend FLINTA*-DJs aus Düsseldorf und Köln auf.

Drei Fußballerinnen in einer Hallensportstätte, die sich aktiv um den Ball duellieren, während eine Spielerin mit der Nummer 38 den Ball kontrolliert.
Der (professionelle) Frauensport ist in den Medien und der Gesellschaft nach wie vor unterrepräsentiert. // Foto:Moritz Leick

„Freust du dich auch schon auf die Fußball-WM?“ Wenn von Fußball die Rede ist, denken viele noch immer an Männerfußball. Dies verdeutlicht, dass der (professionelle) Frauensport in den Medien und der Gesellschaft nach wie vor unterrepräsentiert ist. Für FLINTA*-Personen bedeutet Sport jedoch oft weit mehr als fehlende Sichtbarkeit: nämlich Ausschluss und Anpassungsdruck. Wer nicht in die normierten Vorstellungen von Geschlecht, Körper oder Sexualität passt, muss sich im organisierten Sport oft rechtfertigen – oder bleibt gleich außen vor.

 

Einen bewussten Gegenraum zu diesen Erfahrungen schafft seit fast drei Jahrzehnten der Düsseldorfer Verein Weiberkram e.V. Gegründet 1997, entstand der Verein aus dem Bedürfnis nach Selbstbestimmung: Die Gründerinnen wollten einen Sportverein ausschließlich für Frauen und Lesben, frei von männlicher Dominanz und Bewertung.

 

Auch wenn der Vereinsname gleichgeblieben ist, so hat sich der Verein inhaltlich weiterentwickelt. Weiberkram e.V. richtet sein Sportangebot inzwischen an FLINTA*-Personen und öffnet damit Räume für all jene, die im klassischen Vereinssport keinen Platz finden. Ob Thaiboxen, Basketball, Tischtennis, Fußball oder gemeinsames Wandern – im Mittelpunkt stehen Bewegung, Gemeinschaft und Selbstbestimmung.

 

Diese Haltung bringt Weiberkram e.V. in diesem Jahr auch konkret in den Düssel-Cup ein. Als Mitgesellschafterin des internationalen queeren Multi-Sportevents setzt sich der Verein gezielt für mehr Sichtbarkeit von FLINTA*-Personen im Sport ein. „Gerade für lesbische, trans oder nicht-binäre Menschen ist Sport häufig von Ausschluss und Unsichtbarkeit geprägt“, sagt Lea Faißt, Vorständin von Weiberkram e.V. „Mit Formaten wie einem FLINTA*-Fußballturnier und einem FLINTA*-Thaibox-Workshop beim Düssel-Cup wollen wir diese Strukturen bewusst aufbrechen und niedrigschwellige Zugänge schaffen.“

 

Der Düssel-Cup findet in diesem Jahr vom 27. bis 29. März in Düsseldorf statt und bringt queere Sportler*innen zusammen. Bereits im vergangenen Jahr nahmen über 700 Menschen aus mehr als 20 Ländern unter anderem an Sportarten wie Badminton, Schwimmen, Volleyball und Laufen teil.

 

Logo: Düssel-Cup presents Queers & Cheers

Neben dem sportlichen Programm spielt auch die Vernetzung eine zentrale Rolle. Ein vielfältiges Rahmenprogramm schafft Räume für Begegnung, Austausch und Empowerment. Am 28. März lädt die Party „Düssel-Cup presents Queers & Cheers“ im Zakk zum gemeinsamen Feiern ein. Auch hier liegt der Fokus auf FLINTA*: In diesem Jahr legen überwiegend FLINTA*-DJs aus Düsseldorf und Köln auf. Ein umfassendes Awareness-Konzept und ein geschultes Team vor Ort sorgen dafür, dass sich möglichst viele Menschen sicher und willkommen fühlen können.

Tickets: www.zakk.de

 

Die Anmeldung für den Düssel-Cup und die begleitenden Events ist ab sofort möglich unter: www.duessel-cup.de

 

Quelle: Düssel-Cup