Gedenkrundgang am Worringer Platz

Aktive des Queeren Zentrums Düsseldorf haben sich am 9. November an einem Gedenkrundgang auf der Worringer Straße beteiligt. An den dortigen Stolpersteinen wurde an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert.

Gruppe von sieben Personen steht auf einem Bürgersteig in einer städtischen Umgebung; im Vordergrund sind Blumen und eine Kerze als Gedenkzeichen auf dem Boden zu sehen.
Bei einem Gedenkrundgang am Worringer Platz wurde an insgesamt zwölf Stolpersteinen Halt gemacht und an die Opfer erinnert. // Foto: Andrea Büchter

Anlässlich des Jahrestags der Reichspogromnacht fand am 9. November 2025 ein Gedenkrundgang auf der Worringer Straße in Düsseldorf statt, den die Initiative „Worri“ organisiert hatte. Die Veranstaltung, an der Anwohner*innen, Engagierte und Interessierte teilnahmen, wurde vom Queeren Zentrum Düsseldorf e.V. (QZD) unterstützt. Das QZD bezieht in Kürze eigene Räume am Worringer Platz und will sich auch künftig an den Aktivitäten rund um den Worringer Platz beteiligen.

 

Frank Schuster, Vorsitzender des Queeren Zentrums Düsseldorf e.V., und die engagierten Mitglieder Andrea Büchter und Mari Uhlig nahmen aktiv an dem Gedenkrundgang teil. Das Queere Zentrum wollte damit ein Zeichen gegen das Vergessen und für ein solidarisches, vielfältiges Miteinander mit den zukünftigen Nachbar*innen setzen.

 

Während des Rundgangs wurde an die jüdischen Bürger*innen erinnert, die einst auf der Worringer Straße lebten und in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, deportiert und ermordet wurden. An insgesamt zwölf Stationen wurden Kerzen entzündet, Steine niedergelegt und biografische Erinnerungen verlesen.

 

Drei Stolpersteine im Bodenpflaster zur Erinnerung an Emanuel Freimark, Henriette Freimark und Alfred Ludwig Freimark. Die Messingplatten sind mit Namen, Geburts- und Deportationsdaten beschriftet. Daneben liegen eine rote Kerze, Steine und Blumen.
An den Stolpersteinen für Emanuel, Henriette und Alfred Ludwig Freimark auf der Worringer Straße 87 (heute Kölner Straße) wurde eine Kerze entzündet und Blumen niedergelegt. // Foto: Andrea Büchter

Text: Andrea Büchter, Oliver Erdmann