Queere Jugendliebe – gestern und heute

Mit einem Talk Spezial ist die Gesprächsreihe von Queere Geschichte(n) Düsseldorf e.V. erstmals zu Gast beim Theaterfestival "Queer Art meets Britney X" im Düsseldorfer Schauspielhaus. Am 16. Mai um 16 Uhr geht es um das Thema "Queere Jugendliebe". Der Eintritt ist frei.

Schriftzug "Talkrunde: Queere Jugendliebe - gestern und heute" auf Regenbogenfahne

Die erste Liebe ist ein prägendes Erlebnis – besonders für queere Jugendliche, die oft zwischen Selbstfindung, gesellschaftlichen Erwartungen und dem Wunsch nach Akzeptanz navigieren. Nicht selten passen sich queere Menschen zunächst heterosexuellen Erwartungen an – nicht aus eigenem Wunsch, sondern weil sie keine andere Option zu kennen scheinen. Ihre erste queere Liebe erleben sie dann erst spät, manchmal sogar erst als Erwachsene. Das führt zu verpassten Jugend-Erfahrungen.

 

Um das zu ändern, braucht es mehr Sichtbarkeit, offene Gespräche und sichere Räume, in denen queere Jugendliche ihre Liebe frei und ohne Angst erleben können. Und es braucht queere Vorbilder – in den Medien, in der Literatur und auf der Bühne. In dem Podiumsgespräch spricht Sascha Förster (Theatermuseum Düsseldorf) mit seinen Gästen über die ersten intensiven Gefühle, das Entdecken der eigenen Identität und die Herausforderungen, die queere Jugendliche dabei oft erleben.

 

Mit dabei sind:

Daniel Ernesto Müller (Choreograph und Performer)

Alexander Ritter (Schauspieler, Regisseur, Theaterleiter)

Tim Pickartz (Kurator)

Svea Menne (Fachstelle Queer-lesbische Beratung, Frauenberatungsstelle Düsseldorf)

Finn Dittmer & Lou Heckhausen (Studierende)

 

Die Veranstaltung am 16. Mai 2026 beginnt um 16.00 Uhr und endet um 17.30 Uhr.

Der Eintritt ist frei.

 

Ort: Foyer des Düsseldorfer Schauspielhauses, Gustaf-Gründgens-Platz 1, 40211 Düsseldorf

 

Eine Veranstaltung von Queere Geschichte(n) Düsseldorf e.V. in Kooperation mit dem Düsseldorfer Schauspielhaus und dem Theatermuseum Düsseldorf.

 

Queere Jugendliebe – gestern und heute

Daniel Ernesto Müller und Alexander Ritter berichten über ihr Rechercheprojekt „Wir haben unsere Jugendliebe verschenkt“, aus dem ein Theaterstück entstehen soll. Im Zentrum steht die schwule Jugend vor dem Coming-out – insbesondere in den 1980er- und 1990er-Jahren – und die Frage, wie Identität, Selbstwert und Begehren in einer stark heteronormativ geprägten Gesellschaft geformt werden. Die Recherche widmet sich Strategien des Versteckens, dem Mangel an Vorbildern und der nachhaltigen Prägung durch die Aids-Krise. Tim Pickartz ist einer der Interviewten und erzählt uns seine persönliche Geschichte.

 

Svea Menne kennt aus ihren vielen Gesprächen als queer-lesbische Fachberaterin die spezifische Situation von FLINTA*-Personen und kann insbesondere über Erfahrungen von lesbischen Frauen* berichten, die sich in der zweiten Lebenshälfte geoutet haben. Finn Dittmer und Lou Heckhausen kennen sich seit frühester Jugend und haben sowohl das Coming-out als auch die Transition des anderen miterlebt. Seit acht Jahren sind die beiden nicht-binären Personen ein Paar. Finn und Lou berichten über ihre besondere queere Jugendliebe.