Theater-Workshop mit jungen Ukrainer*innen

Zu einem Intensiv-Theaterworkshop für queere Jugendliche und junge Erwachsene lädt das Theaterensemble Düsseldrama im September 2026 ein. Entstehen soll eine Audio-Performance über Alltag, Krieg, Community und Selbstbehauptung in der Ukraine.

Zwei Personen sitzen auf einer bunten Bank: Eine Frau mit pinken Haaren, Brille und gestreiftem Pullover hält ein Smartphone, während ein Mann in weißem T-Shirt und Jeans entspannt daneben sitzt. Im Hintergrund sind gelbe Gebäude und ein Baum zu sehen.
Foto: Lukas Marvin Thum

„Sprachnachricht aus dem Krieg“ ist ein dokumentarisches Theater- und Rechercheprojekt des Düsseldorfer Theaterensembles Düsseldrama. Aus Audiointerviews, biografischen Fragmenten, eigenen Texten und künstlerischen Antworten entsteht im Rahmen eines Intensiv-Theaterworkshops eine Audio-Performance mit jungen queeren Ukrainer*innen über Alltag, Krieg, Community und Selbstbehauptung. Die Aufführungen sollen Ende September im Haus der Jugend in Düsseldorf präsentiert werden.

 

Für das Projekt reiste das Düsseldrama-Team im Juli 2026 in die Ukraine und führte Interviews mit jungen queeren Ukrainer*innen in Lwiw und Kyjiw. Darin erzählen sie von Alltag, Freundschaft, Liebe, Community, Unsicherheit, Krieg, Hoffnung und Selbstbehauptung. Diese Stimmen treffen nun in Düsseldorf auf Erfahrungen von queeren Menschen zwischen 16 und 27 Jahren mit ukrainischen Bezug: auf Erinnerungen, Sprachen, Geräusche, Fragen und das Leben an einem neuen Ort.

 

Gemeinsam mit Regisseur Marvin Wittiber und seinem Team entwickeln die Teilnehmenden aus Interviews, eigenen Texten, Sounds und szenischem Material eine dokumentarische Audio-Performance. Dabei geht es nicht darum, perfekt Theater spielen zu können. Es geht ums Zuhören, Ausprobieren, Erinnern, Antworten – und darum, gemeinsam eine Form für das zu finden, was oft unausgesprochen bleibt. Wie klingt eine Stimme aus der Ferne? Welche Geräusche gehören zu einem Alltag, der trotz Krieg weitergeht? Und was entsteht, wenn aus Zuhören eine Antwort wird?

 

Mitmachen kann, wer:

  • queer ist oder sich im queeren Spektrum verortet,
  • einen ukrainischen Bezug hat – zum Beispiel durch Herkunft, Familie, Sprache, Flucht- oder Migrationserfahrung,
  • zwischen 16 und 27 Jahren alt ist,
  • an allen Workshop- und Aufführungsterminen teilnehmen kann,
  • Lust auf Theater, Text, Stimme, Sound oder Performance hat.

 

Vorkenntnisse braucht es keine. Neugier reicht. Die Teilnahme ist kostenlos.

 

Der Workshop findet auf Deutsch und Ukrainisch statt. Auch die Abschlusspräsentationen sind auf Deutsch und Ukrainisch.

 

Zwei Personen posieren vor einem Steinhaufen: Eine Frau mit blonder Perücke trägt ein rotes Kleid und Handschuhe, während ein Mann in weißem Tanktop und Tarnhose daneben sitzt. Im Hintergrund sind Strommasten und ein bewölkter Himmel zu sehen.
Foto: Lukas Marvin Thum

Intensiv-Theaterworkshop

Sprachnachricht aus dem Krieg

 

Sa. 19. September | 10:00-18:00 Uhr

So. 20. September | 10:00-18:00 Uhr

Fr. 25. September | 18:00-22:00 Uhr

Sa. 26. September | 10:00-17:30 Uhr

 

Für queere Jugendliche und junge Erwachsene mit Ukraine-Bezug

 

Haus der Jugend Düsseldorf, Lacombletstraße 10, 40239 Düsseldorf

 

Link: jugendring-duesseldorf.de/termin/intensiv-theaterworkshop-sprachnachricht-aus-dem-krieg/

 

Abschlusspräsentation

Sprachnachricht aus dem Krieg

 

Sa. 26. September | 19:30 Uhr

So. 27. September | 18:00 Uhr

 

Dokumentarische Audio-Performance von Düsseldrama

 

Haus der Jugend Düsseldorf, Lacombletstraße 10, 40239 Düsseldorf

 

 

Das Projekt findet in Kooperation mit dem deutsch-ukrainischen Verein de.Perspektive und dem Jugendring Düsseldorf sowie in Zusammenarbeit mit der Jugendgruppe Jugend.Perspektive, dem Theatermuseum Düsseldorf und Queere Geschichte(n) Düsseldorf e.V. statt.

 

Unterstützt wird das Projekt von KyivPride, dem Queeren Netzwerk NRW und dem Amt für Gleichstellung und Antidiskriminierung Düsseldorf. Gefördert wird es durch Demokratie leben! Düsseldorf im Rahmen des Düsseldorfer Demokratie Fonds.

 

Quelle: Düsseldrama