My Gay Eye – Mein schwules Auge: Bordello

Das Jahrbuch der schwulen Erotik widmet sich in seiner neuesten Ausgabe dem "Bordello" als Ort der Lust, der Sehnsucht und Freiheit. Rinaldo Hopf und Johnny Abbate haben Geschichten, Zeichnungen, Fotos, Gedichte und Fantasien zusammengetragen.

Buchcover "May Gay Eye"
© konkursbuch Verlag

Das erotische Jahrbuch "Mein schwules Auge" erscheint seit 2003 jährlich. In dem Buch-Kunst-Projekt wurden bisher Arbeiten von über 500 internationalen Künstlern und Autoren vorgestellt und viele Perspektiven schwuler Erotik und schwulen Lebens gezeigt. Die Buchreihe vereint Fotografien, Malereien, Zeichnungen, Erzählungen und Essays zu Themen wie schwuler Sexualität, Kunst, Body Positivity, SM, Bondage sowie gesellschaftlichen Diskursen – etwa Rassismus oder die Rolle von Sex im digitalen Zeitalter. Die opulent gestalteten Bände werden von Rinaldo Hopf und weiteren Herausgebern kuratiert und richten sich an ein erwachsenes, queeres Publikum.

 

Die 22. Ausgabe von "My Gay Eye – Mein schwules Auge" – erschienen im konkursbuch Verlag – ist erneut ein faszinierendes, sinnliches und intellektuell anregendes Werk. Die aktuelle Ausgabe feiert das "Bordello" als Ort, an dem Licht und Schatten, Begehren und Kommerz, Rebellion und Legende aufeinandertreffen. Herausgeber und Künstler Ricardo Hopf, geboren 1955, ist in seiner Heimatstadt Freiburg in der Nähe des Straßenstrichs aufgewachsen, welcher treffenderweise Rosastraße hieß. „Dies eckte schon früh meine Neugier auf alles Dubiose und Verborgene“, verrät er im Vorwort zur Bordello-Ausgabe.

 

Gezeigt werden Werke bekannter und weniger bekannter Künstler, darunter Arbeiten von Robert Escalera, Bruce Labruce, Luke Carter, Marc Martin oder Johnny Abbate, den Mitherausgeber von "My Gay Eye – Mein schwules Auge". Zahlreiche Texte – zweisprachig in Deutsch und Englisch – ergänzen dir Kunst. Besonders berührend ist das Kapitel, das dem kürzlich verstorbenen Rosa von Praunheim gewidmet ist, dessen Werk die deutsche Schwulenbewegung maßgeblich geprägt hat. Szenen aus dessen Film „Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt“ aus dem Jahr 1970 hat Rinaldo Hopf in seinen Gemälden wiedergegeben.

 

Übrigens: Bereits seit 1998 erscheint im konkursbuch Verlag das Jahrbuch "Mein lesbisches Auge" mit authentischer, unterhaltsamer, auch mal schräger Erotik sowie Einblicken in das lesbische Lieben und Leben.

 

Mein schwules Auge / My Gay Eye #22: Bordello

Herausgeber Rinaldo Hopf und Johnny Abbate

Taschenbuch, 384 Seiten, 24 x 16 cm

ISBN 978-3-88769-930-7

25 Euro